Die klinischen Wirkungen von EECP werden seit den 1990er Jahren durch randomisierte kontrollierte Studien, multizentrische Patientenregister und systematische Übersichtsarbeiten untersucht. Dies stellt mehr als dreißig Jahre angesammelter wissenschaftlicher Literatur dar.
Randomisierte kontrollierte Studien: MUST-EECP (Journal of the American College of Cardiology, 1999) war eine doppelblinde Studie, die an sieben Universitätskliniken mit 139 Patienten durchgeführt wurde und die Wirkung von EECP auf belastungsinduzierte Ischämie und Angina-Episoden bei Patienten mit stabiler Angina untersuchte. Die PEECH-Studie (JACC, 2006) untersuchte die Belastbarkeit bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Herzinsuffizienz.
Patientenregister: Das IEPR (International EECP Patient Registry) ist ein Beobachtungsregister, das die multizentrische Langzeitnachverfolgung Tausender Patienten umfasst. Da diese Art von Daten keinen randomisierten Vergleich beinhaltet, sollten sie hinsichtlich Kausalität mit Vorsicht interpretiert werden, liefern jedoch wertvolle Informationen aus der realen Praxis.
Systematische Übersichtsarbeiten: Eine Übersichtsarbeit des NIHR Health Technology Assessment-Programms aus dem Jahr 2009 stellte fest, dass die einzige existierende randomisierte kontrollierte Studie (MUST-EECP) keine eindeutigen Belege für die klinische Wirksamkeit von EECP lieferte, und betonte die Notwendigkeit hochwertigerer, längerfristiger Studien.
Die Aktualisierung der Leitlinien für stabile Angina durch das ACC/AHA (American College of Cardiology/American Heart Association) im Jahr 2003 stufte EECP als Empfehlung der Klasse IIb (Evidenzgrad B) für Patienten mit therapieresistenter stabiler Angina ein, die keine Kandidaten für eine Revaskularisation sind. Dies bedeutet, dass die Behandlung in Betracht gezogen werden kann, jedoch keine Erstlinienoption darstellt und der Evidenzgrad begrenzt ist.
Während die wissenschaftliche Literatur Belege dafür liefert, dass EECP in bestimmten Patientengruppen (insbesondere bei therapieresistenter Angina und einigen Fällen von Herzinsuffizienz) einen symptomatischen Nutzen bieten kann, weist sie auch deutlich auf die Grenzen dieser Evidenz hin. EECP ist keine Methode, die „jede Erkrankung behandelt“, sondern eine Behandlungsoption, die unter bestimmten Umständen nach individueller Beurteilung in Betracht gezogen werden kann.
Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Die in diesem Artikel erwähnten Studien sind reale, veröffentlichte wissenschaftliche Studien mit ihren Quellen.
Kontaktieren Sie uns jetzt für eine kostenlose Erstbewertung oder füllen Sie unseren kurzen Test aus.